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Naturfreunde Deutschlands Kettig - Vorstand bleibt im Amt

Die NaturFreunde Amt Bergpflege Kettig führten kürzlich ihre Jahreshauptversammlung durch. Gabi Kohns-Omar stellte in einem Vortrag die Hilfsorganisation "Aktion Friedensdorf" mit Sitz in Oberhausen vor. Diese wurde zu Zeiten des Vietnamkrieges Ende der 60iger Jahre gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten medizinische Hilfe zu ermöglichen. Für den Freundeskreis Koblenz wurden praktische Beispiele für die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern gegeben, die zum Beispiel aus Afghanistan oder Angola ins Stiftskrankenhaus oder in den Kemperhof kommen.

Für diese Arbeit können Spenden geleistet werden. Wichtiger wären jedoch "Zeitspenden", das heißt Menschen, die sich für die Betreuung der kleinen Patienten in den Koblenzer Krankenhäuser zur Verfügung stellen. Da Friedensdorf International Krankenstationen und Orthopädiewerkstätten im Ausland betreibt, sind auch Sachspenden, zum Beispiel Malutensilien erwünscht. In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vorsitzende Elmar Hillesheim zunächst auf das 100-jährige Bestehen der NaturFreunde in Deutschland ein. Von Österreich kommend, wurde 1905 in München die erste deutsche Ortsgruppe gegründet. Heute gibt es rund 100.000 NaturFreundemitglieder, die über ein selbstverwaltetes Häuserwerk von rund 300 NaturFreundehäusern und -hütten verfügen. Im Oktober 2005 wird es eine zentrale Großveranstaltung in München geben und die rheinland-pfälzischen NaturFreunde feiern im Juli auf dem Hambacher Schloss das Jubiläum. Die Post wird eine Sonderbriefmarke herausbringen. Im Rechenschaftsbericht an den kommenden Bundeskongress der NaturFreunde in Potsdam wird die Initiative der Ortsgruppe erwähnt, die den Karmelenberg im UNO-Jahr der Berge als Berg des Monats Juni proklamiert haben. Bei der Landeskonferenz wurde die Umweltministerin Conrad in einer Talkrunde zu den Vorschlägen der Ortsgruppe nach einem Naturpark Vulkaneifel befragt und antwortete positiv. Im abgelaufenen Programm der Ortsgruppe bildeten diesmal die heimatkundlichen Veranstaltungen einen großen Anziehungspunkt. So fanden die Wiederholung der Exkursion zum Goloring, die Erinnerungsveranstaltung an die Sprengungspläne der Loreley oder der historische Ortsrundgang in Kettig großen Zuspruch. Zum Profil der Ortsgruppe gehören inzwischen die Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag, die frühmorgendliche Vogelstimmenwanderung mit anschließendem Frühstück, die Literarische Wanderung, die Pilzwanderung und der besinnlich-literarische Adventsnachmittag zusammen mit der Förder- und Wohnstätte. Erstmalig beteiligte sich die Gruppe bei dem Herbst- und Handwerkermarkt der Förder- und Wohnstätte und schenkte frisch gepressten Apfelsaft aus.

Kristine von Gutenberg erklärte, dass von der Streuobstwiese wieder über eine Tonne Äpfel aufgesammelt und der Versaftung zugeführt wurden.

Kassiererin Claudia Hartmann berichtete von einem gestiegenen Kassenbestand.

Anschließend wurde das Jahresprogramm vorgestellt. Höhepunkt wird dabei die 10. Literarische Wanderung mit dem SWR-Fernsehjournalisten Wolfgang Bartels sein. Er ist Autor von mehreren Büchern, unter anderem über den Hunsrück und wird als Moderator einen Erzählnachmittag mit Laiendarstellern des Films "Heimat" von Edgar Reitz leiten. Die Wanderung führt von Dickenschied über Woppenroth ("Schabbach") nach Gehlweiler. Im Jubiläumsjahr wird verstärkt Wert auf eine Mitgliederwerbung gelegt und eine neue Möglichkeit auf "Schnuppermitgliedschaft" gegeben. Zusätzliche Helfer für die Pflege der Streuobstwiese und die Unterhaltung der Vereinshütten in Alken sind herzlich willkommen. Die anschließende Wahl des sechsköpfigen Vorstandes ergab eine einstimmige Wiederwahl. Peter Steinweg wurde als Beisitzer neu gewählt. Er ist künftiger Ansprechpartner für die Streuobstwiese.