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Pfarrei St. Bartholomäus Kettig feiert 800-jähriges Bestehen - Geprägt vom Glauben an Jesus Christus

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Gemeinsam mit den Festausschussmitgliedern Brigitte Nickenich, Joachim Meurer, Agnes Kohl und Werner Zils freuten sich auch Pfarrer Johannes Steffens und Chronik-Autor Gerhard Elingshäuser auf das Festkommers-Programm. Fotos: jüg

In langjähriger Arbeit, mit niemals nachlassender Energie und mit einem feinen Gespür für die wichtigen Fakten im Geschehen der 800-jährigen Geschichte der Pfarrei St. Bartholomäus, schrieb Gerhard Elingshäuser die Chronik der Katholischen Kirchengemeinde Kettig, die zweifellos eine spannende und vor allem eine interessante Lektüre für jeden interessierten Bürger der Gemeinde ist.

"1204 wurde die Kirche zu Kettig, wie viele andere am Rhein, erstmals urkundlich als Pfarrkirche erwähnt.

Sicher ist der Ort und die Christengemeinde aber älter. Erste schriftliche Zeugnisse finden sich bereits im 10. Jahrhundert", erläuterte Bischof Reinhard Marx, der in einem Vorwort zur Festschrift betonte, dass bei einem Blick in die Geschichte deutlich wird, dass unsere Vorfahren vom Glauben an Jesus Christus geprägt waren und immer auch Zeugnis für ihre Gläubigkeit abgelegt haben.

Auch Pfarrer Johannes Steffens wirft bei seiner Ansprache einen Blick auf die zurück liegende Zeit, wobei er betonte, dass die Menschen in dieser Region in einer alter Tradition stehen, welche die Christen entscheidend mitgestaltet haben. "Als christliche Gemeinde haben wir immer den Auftrag, den Glauben an Jesus Christus und unsere Beziehung zu ihm in der lebendigen Gemeinde von Christen zu bezeugen", erläuterte der Pastor, der allen Frauen und Männern dankte, die viel Zeit und Mühe in die Herstellung der vorliegenden Festschrift sowie in die Organisation der Festtage investiert haben.

Die Textbeiträge von Gerhard Elingshäuser (und weiterer Autoren) vermitteln Begegnungen mit Ereignissen und Begebenheiten aus vergangenen Jahrhunderten, sie stellen Menschen vor, an die man sich wegen ihres außergewöhnlichen Erscheinungsbildes gerne erinnert.

Alle, die bereits vor dem Verkauf einen Blick in die Broschüre werfen konnten, waren angetan von den Ausarbeitungen des Autors, der über die Entwicklung der Pfarrgemeinde und der Pfarrkirche ebenso berichtete wie über die Pfarrer von Kettig seit 1327, über die Priester und Ordensleute, das kirchliche Leben in der Gemeinde und die vorhandenen Einrichtungen, über die Vereine und Gruppen und die Bräuche und Feste dieser Region.

Barbara Nickenich, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates lobte Elingshäuser und seine Berichte ebenso wie Pfarrer Steffens und die weiteren Festredner Bürgermeister Norbert Hansen und Verbandsbürgermeister Walter Weinbach. "Wenn sich auch das genaue Alter nicht feststellen lässt; so ist schon ein beeindruckendes Erlebnis, nun gemeinsam den 800-jährigen Geburtstag zu feiern.

Wir begehen diesen zwar in einer altehrwürdigen Gemeinde, die jedoch immer wieder auch eine immer auch eine junggebliebene Pfarrei ist. Die "alte Dame" ist sehr aktiv und will es auch weiterhin bleiben. Heute ist Kirche eine wichtige Größe bei allen, die Jesus Christus nachfolgen", betonte Pfarrer Steffens vor den vielen Festgästen in der Sporthalle der Anne-Frank-Schule. "Immer schon lebten die Menschen hier in Toleranz und gegenseitigem Respekt, wobei auch die Ökumene eine wichtige Rolle spielt.

Die katholische Kirche stellt sich heute den Anforderungen eines modernen Staates und nimmt Stellung zu vielen Fragen des Zusammenlebens. Kirche muss erlebbar sein, dann kommen die Menschen auch dorthin", betonte Bürgermeister Norbert Hansen, der der Kirchengemeinde ebenso herzlich gratulierte wie Verbandsbürgermeister Walter Weinbach: "Der Schutzpatron St. Bartholomäus erinnert mich an den Bartel, der immer noch Most holte, als es eigentlich gar keinen mehr gab.

"Die Kettiger ähneln diesem Bartel, der durchaus als gewieft und lebenstüchtig gelten kann", schmunzelte Weinbach, der gerne darauf hinwies, dass Kettig das positive Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung ist, wobei zwar immer wieder Blut und Tränen das Leben schwierig machten, doch die Menschen in dieser Ansiedlung immer im gefestigten Glauben zusammen fanden. Walter Weinbach beglückwünschte Rat und Verwaltung der Verbandsgemeinde zu diesem Jubiläum und sprach Pfarrer Stoffel und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein großes Lob für die Durchführung des Festes aus.

Brigitte Nickenich freute sich über die Mitarbeit vieler Vereins-Verantwortlichen aus dem Ort die es sich nicht nehmen ließen, dem Pfarrgemeinderat bei der Organisation behilflich zu sein.

"Nur mit ihrer gemeinsamen Hilfe konnte die umfangreiche Arbeit bewältigt werden", lobte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates die verschiedenen kirchlichen Gruppen und weltlichen Vereine.

Sie gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass auch Pfarrer Martin Hentze und das Presbyteriumsmitglieder der evangelischen Gemeinde, Inge Nikolai, zu diesem Festabend erschienen waren. Es kamen außerdem die Sänger des MGV "Cäcilia" mit ihrem Leiter Burkhard Schmitt, der Kinderchor Kettig mit Dirigent Wolfgang Fink, der Kirchenchor "Cäcilia" mit seinem Leiter Tristan Kusber, der KfD-Chor (Tristan Kusber) und schließlich der beliebte "Crowncorx-Chor" mit seinem musikalischen Leiter Stefan Kronewald, die allesamt mit wohlklingenden Darbietungen die Festversammlung erfreute. Schließlich blieb es den Musikern von den Rheinischen Musikfreunden vorbehalten, den Festkommers auf deren bekannt fröhliche Art zu beenden.