Alfred Marmann leitet die Geschicke

Vor wenigen Wochen zogen in die neue Förder- und Wohnstätte für Schwerbehinderte in Kettig die ersten Bewohner ein. Nun erfolgte ein weitere Station auf dem Weg zur Inbetriebnahme der Einrichtung: Im Rahmen einer Gesellschafterversammlung wurde Alfred Marmann in das Amt des Geschäftsführers eingeführt. Der 48-jährige Diplom Pädagoge ist seit dem Abschluss seines Studiums im sozialen Bereich tätig und kann somit auf eine 25-jährige Erfahrung zurückblicken. Bisher war er im Landkreis Ahrweiler tätig. Seine Fortbildung im Bereich Management veranlasste die drei Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, die Träger der Einrichtung in Kettig ist, ihn als Geschäftsführer zu verpflichten.

"Wir möchten eine offene und transparente Einrichtung sein, die eng mit den Familien der Behinderten zusammenarbeitet", so Marmann bei seinem Amtsantritt. Er machte hierbei auch deutlich, wie wichtig die Integration der Einrichtung in die Kettiger Bevölkerung sei. Marmann berichtete von einem Kettiger Bürger, der regelmäßig mit seinem Hund im Bereich des Förderstätten-Geländes spazieren ginge. Hierdurch sei bereits Kontakt zu den Einwohnern der Einrichtung entstanden. Auch Besuchergruppen seien stets herzlich willkommen.

Von ersten Erfahrungen in Kettig berichteten auch die drei Gesellschafter der GmbH. Dies sind das Heilpädagogisch-Therapeutische Zentrum in Neuwied, der Verein zur Betreuung blinder und sehbehindeter Kinder sowie der Verein zur Förderung spastisch gelähmter Kinder. Die Kettiger Einrichtung wird seit Mai diesen Jahres nach und nach mit Bewohnern und Personal gefüllt. Zur Zeit sind 29 von 98 der Dauerwohnplätzen belegt, im Werkstattbereich sind es 8 von zukünftig 42 Plätzen. Im Juli ist das zweite größere Haus der Förder- und Wohnstätte bezugsfertig. Der frisch ernannte Geschäftsführer Alfred Marmann rechnet bis Ende des Jahres mit einer Auslastung von 65 bis 80 Prozent. Die offizielle Einweihung der Einrichtung wird im November mit einem Tag der offenen Tür erfolgen. Nicht nur aufgrund des Baufortschrittes herrscht zur Zeit nach Meinung Marmanns bei Personal und Bewohnern eine Art "Aufbruchsstimmung": Für die drei an der GmbH beteiligten Gesellschafter sei es wichtig, dass behinderte Menschen möglichst nahe an ihrem alten Wohnort untergebracht werden können. Dies werde mit der modernen Kettiger Einrichtung bestens realisiert. So sei beispielsweise ein Einwohner von seinem bisherigen Unterbringungsplatz in Niedersachsen wieder zurück in die Heimatregion umgezogen. Die heimatbezogene Unterbringung erleichtere Familienbesuche und komme so dem Betreuungspersonal und vor allem auch den behinderten Menschen zugute, so der neue Geschäftsführer. - GH -