Kettig im Fotokalender mit alten Ansichten

Ortsgemeinde Kettig gibt Bild-Jahreskalender 2015 heraus
Bürger und Bürgerinnen stellen historisch interessante Fotos zur Verfügung
Kettig (cab). Die seit Jahrzehnten in einem jährlich herausgebrachten Kalender veröffentlichten alten Fotos (die jeweiligen Fotografen konnten leider nicht angegeben werden) finden immer wieder interessierte Betrachter der 13 (eines ziert immer das „Deckblatt“ des Kalenders) veröffentlichten Bilder.Auch diesmal sind es wieder einige sehr interessante Motive, die den Betrachter in frühere Zeiten versetzt und in die Vergangenheit zurück blicken lässt.In seinen Worten an die „lieben Mitbürger und Mitbürgerinnen“, lässt Bürgermeister Peter Moskopp erkennen, dass er und viele Einwohner des Ortes in jedem Jahr auf´s Neue gespannt sind, welche Bilder denn diesmal im historischen Jahreskalender abgebildet sind.“ Wenn man nun die Fotos betrachtet, ist es immer wieder spannend, wenn man bekannte Gesichter, Häuser, Straßenzüge und spezielle Orte in der Gemeinde entdeckt, die uns vergangene Zeiten näher bringen und uns an die eine oder andere Geschichte erinnern“, schreibt der Bürgermeister in seinem Grußwort. Natürlich bedankte er sich auch diesmal wieder bei den Zusendern der Fotos, die dann mit Sorgfalt und Liebe für den Kalender ausgewählt wurden. „Nur so kann es gelingen, auch in Zukunft einen Jahreskalender zu gestalten, der uns mit bedeutsamen Bildern durchs Jahr 2015 begleitet“, betonte Moskopp, der allen Einwohnern ein gutes neues Jahr wünscht.Die ersten Käufer des Kalenders waren die Senioren-/Seniorinnen des Ortes, die diesen nach der adventlichen Seniorenfeier vor wenigen Wochen mit nach Hause nehmen konnten. Und auch die Besucher beim Weihnachtsmarkt konnten diese Publikation erwerben und die Fotos zuhause in aller Ruhe betrachten und sich hieran erfreuen.Das erste Bild direkt vorne auf dem Deckblatt ist die Vergrößerung einer Postkarte (Gruß aus Kettig) aus der Mitte (bis Ende) der 60er Jahre zeigt verschiedene Ansichten auf das und im Dorf, wobei naturgemäß die Kirche mit ihrem Glockenturm zumeist unübersehbar ist.Das Januar-Bild zeigt eine Schar junger Burschen, die sich als Messdiener aus dem Jahre 1954 vorstellen und sich im Schnee fröhlich lachend in der Bassenheimer Straße dem Fotografen präsentieren. Das Bild Nummer zwei im Februar gehört traditionsgemäß den Karnevalisten. Diesmal sind es die Junggardisten und -Amazonen aus dem Jahre 1958, die offenkundig gerne die Karnevalszeit genießen. Eher etwas verschwommen, aber doch gut zu erkennen ist die landwirtschaftliche Familie Josef und Willi Rünz mit den Jungs Hans-Hermann und Bernd, die im März 1950 für ein Fotos „posiert“ haben. Der Weiße Sonntag eines jeden Jahres ist immer ein wichtiger Grund zu fotografieren. Das war auch im Jahre 1944 so als fast 40 schmucke Mädchen (mit blumiger Kopfbedeckung) und Jungs mit nahezu gleichen Kappen Aufstellung zum Foto-Shooting genommen hatten. 32 Jahr später, im Monat Mai, stellt sich die 2. Mannschaft des TuS Kettig als Meistermannschaft vor. 1887 traf sich der Kegelclub Kabanäse am „Vaddertach“ in der Synagogenstraße, um auf dem Traktor eine Fahrt ins Blaue zu unternehmen.An der Fahrschule Eichhorn trafen sich Franz Dott, Margarete Stoffel, Hubert Röser und Johann Scholz, um dort an der Ecke Züll-/und Hauptstraße ihren Beobachtungsposten einzunehmen. Sowohl vom „Vatertag“ als auch vom „Kaffekränzchen“ bei Präders in der Hauptstraße (Monat August) sind sogar jeweils zwei Fotos zu sehen. Im September ist dann wieder ein schwarz-weiß Foto abgedruckt. Das erzählt die Story der vier Junggesellen Günter Jungblut, Hermann Pinger, Ottwin Windheuser und Reinhold Frein, die 1963 mit ihren alten Benz Urlaub am Chiemsee gemacht haben. Auf einem „Oldie-Gabelstapler“ in der Bimsfabrik zeigte sich im Jahre 1956 Josef Kohl, der auf dem Oktober-Kalender-Blatt zu sehen ist. Im November sind Kindergarten-Kinder der Jahrgänge 1965/66/67 mit ihren Erzieherinnen abgebildet, die das Fotografieren offenkundig gar nicht so gerne hatten. Und schließlich, wie sollte es anders sein, endet der Kalender im Dezember 1958 als das „Krippenspiel“ auch von den Erwachsenen gerne miterlebt wurde. Das waren sie also die 13 Fotografien, die auf dem diesjährigen Bilderkalender zu sehen sind und deren Betrachtung sicher viel Spaß machen wird.Wer noch keinen Kalender hat, kann diesen unter anderem auch im Gemeindebüro des Bürgerhauses erwerben. Es lohnt sich zweifellos Inhaber eines solchen Prachtstückes zu sein und beim Anschauen der Bilder Erinnerungen nachzuvollziehen, deren Entstehung schon lange oder sogar bereits sehr lange zurückliegen.