Unterstützung des Einzelhandels

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Symbolfoto: Silke Kaiser  / pixelio.de

In vielen ländlichen Regionen gibt es kaum noch Läden zur Grundversorgung.

Bereits heute ist der Zugang zur wohnortnaher Lebensmittelversorgung vielerorts nicht mehr gegeben. Senioren leiden unter diesem Versorgungsengpass besonders stark.

Veränderte Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten, verbunden mit dem Bedarf nach zentral in den Gewerbegebieten gelegenen Discountern haben zu einem starken Wandel seit den 1980er Jahren geführt. Zahlreiche kleinere Geschäfte in den Dörfern haben geschlossen. Der noch bestehende Einzelhandel arbeitet oft an der unteren Grenze der Wirtschaftlichkeit. Der Schwund örtlicher Versorgungsmöglichkeiten benachteiligt vor allem ältere und nicht-mobile Bürger, da für den Einkauf oftmals weite Strecken zurückgelegt werden müssen. Die Dörfer verlieren an Lebensqualität und Attraktivität.

Viele von uns erinnern sich noch an die Vielzahl der kleinen Einzelgeschäfte, die hier in Kettig ansässig waren. Wir hatten Lebensmittelgeschäfte, Metzgereien, Bäckereien, Elektrogeschäfte, ein Schuhgeschäft, zwei Schuster und und und … Welche Geschäfte sind davon übrig geblieben? Was ist noch im Ort vorhanden?“ Diese Fragen sind eigentlich schnell zu beantworten. Auf Grund der stetig steigenden Mobilität ist es vielen Bürgerinnen und Bürgern möglich, die Angebote in den unmittelbar vor der Dorfgrenze von Kettig vorhandenen Gewerbegebieten/Städten zu nutzen. Man(n) fährt mit dem PKW die Angebote ab, kauft dort ein und fährt letztlich auf dem Heimweg an den örtlichen Geschäften vorbei. Lediglich Gelegenheitskäufe oder beim Einkauf in den Gewerbegebieten/Stadt vergessenen Artikel werden kurzer Hand nur noch vor Ort eingekauft.  

Liebe Bürgerinnen und Bürger, lassen Sie es nicht so weit kommen. Überdenken Sie Ihre Einkaufsgewohnheiten und unterstützen Sie den örtlichen Einzelhandel und die im Ort ansässigen Hofläden, die mit Obst, Gemüse, Grundnahrungsmitteln Ihre
örtliche Versorgung sichern.

Nur dann haben die Gewerbetreibenden vor Ort eine Überlebenschance. Gerade in dörflichen Regionen verstehen es die Einzelhändler, gezielt auf besondere Wünsche einzugehen.

Peter Moskopp
Ortsbürgermeister