Kettiger Kapelle beheimatet bald ein Kolumbarium


Foto: Damian Morcinek


Die Sanierung der alten Kettiger Friedhofskapelle und Umbau zu einem Kolumbarium, einer Beisetzungsstätte für Urnen, kann schon bald losgehen. Der Ortsgemeinderat hat jüngst die dafür notwendigen Arbeiten vergeben. Kosten: gut 36 000 Euro.

Konkret beinhaltet der Beschluss, der bei vier Gegenstimmen gefasst wurde, sechs Auftragsvergaben. Neben Rohbauarbeiten wurden auch Verputz-, Naturstein- und Elektroarbeiten vergeben. Hinzu kommen Schreinerarbeitern speziell für die Kapellendecke und die Urnenbehälter.

Aktuell wird die alte Friedhofskapelle aus dem 19. Jahrhundert nur als Abstell- und Aufbewahrungsraum für Geräte und Sonstiges genutzt. Durch den Umbau zum Kolumbarium soll sie aber wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zugeführt und zu einem Ort der Andacht werden. 55 Urnen sollen den Plänen der Gemeinde zufolge darin Platz finden. Damit das möglich ist, muss aber die Zwischendecke der Kapelle entfernt werden.

Von im Haushalt insgesamt für das Projekt veranschlagten 77 000 Euro werden allein rund 30 000 Euro für die 55 Urnengefäße und die zusätzlich benötigten Einrichtungsgegenstände entfallen.

Weiteres Thema im Gemeinderat war der Haushaltsplan 2015, in dem im Ergebnishaushalt und im Finanzhaushalt Auszahlungsermächtigungen für Maßnahmen veranschlagt und finanziert wurden, die im abgelaufenen Haushaltsjahr nicht beziehungsweise nicht im vollem Umfang durchgeführt werden konnten. Der Ortsgemeinderat hat daher einstimmig beschlossen, die ordentlichen Aufwendungen in Höhe von gut 39 000 Euro und die investiven Auszahlungsermächtigungen in Höhe von in etwa 147 500 Euro aus dem Haushaltsjahr 2015 in das Haushaltsjahr 2016 vorzutragen. Zur Finanzierung der investiven Auszahlungen werden nicht in Anspruch genommene Kreditermächtigungen in Höhe von gut 513 500 Euro vorgetragen.

Darüber hinaus beabsichtigt die Gemeinde, das Neubaugebiet "Im Pfräder" zu erschließen. Einstimmig haben die Ratsmitglieder daher beschlossen, den Bebauungsplan aufzustellen und ein Planungsbüro mit der Erstellung der erforderlichen Planunterlagen zum voraussichtlichen Gesamthonorar in Höhe von gut 53 500 Euro zu beauftragen. Im Einzelnen sollen die Unterlagen den Bebauungsplan und Grünordnungsplan beziehungsweise den Umweltbericht sowie eine artenschutzrechtliche Einschätzung beinhalten. Zudem soll die Renaturierung des Kettiger Bachs thematisiert werden.

Ebenfalls einstimmig beschlossen hat der Rat in dem Zusammenhang, ein Ingenieurbüro mit der Erstellung einer schalltechnischen Untersuchung zum Gesamtpreis von gut 7000 Euro sowie ein Sachverständigenbüro mit der Erstellung eines Geruchsgutachtens zum Preis von knapp 4400 Euro zu beauftragen. Weitere knapp 77 500 Euro werden für die Straßenplanung zur Erschließung des Neubaugebietes fällig.

Ein weiterer Bebauungsplan wurde einstimmig für das Ende der Ochtendunger Straße aufgestellt. Auch hier wurde ein Planungsbüro mit der Erstellung der erforderlichen Planunterlage beauftragt. Voraussichtliche Kosten: knapp 9500 Euro.

Quelle: Rheinzeitung 25. August 2016, Seite 19