Spielfilm mit Diskussion

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Heute wie damals: Herbergssuche

Filmvorführung und Gespräch im Treffpunkt Cafeteria in Kettig

Eine junge Familie sucht verzweifelt eine Wohnung. Sie muss bezahlbar sein, groß genug und nicht zu weit von der Arbeit weg. Bisher wurde keine gefunden, doch eigentlich gibt es jede Menge freien Wohnraum, denn in vielen Häusern in unseren Gemeinden leben oftmals ältere Bürgerinnen und Bürger alleine. Alleine, weil inzwischen die Kinder ihr Elternhaus verlassen haben und vielleicht auch bereits ein Partner verstorben ist.

Mit dieser Situationsbeschreibung ist ein Spannungsfeld skizziert, dem sich das Quartiersmanagement der Verbandsgemeinde Weißenthurm widmet. Das Ziel dabei ist die verschiedenen Bedarfe und Ressourcen überein zu bringen: junge Menschen suchen Wohnraum. Dieser ist heutzutage rar und deswegen teuer. Ältere Menschen verfügen oftmals in ihren Häusern über zu viel Wohnraum, fühlen sich in ihren großen Häusern aber häufig sehr einsam.

Wie kann es gelingen diese Gruppen zusammen zu fügen? Das fragte man sich in der Arbeitsgruppe des Dekanats Andernach und man hat dort eine Menge an Ideen entwickelt. Ein Film soll zeigen, wie es gehen kann: „Gemeinsam lebt man besser“ – dieser französische Spielfilm wird am 1.12.2018, um 15 Uhr 30 in der Cafeteria der Förder- und Wohnstätte gezeigt; der Eintritt ist frei.

Der Film greift höchst unterhaltsam das Thema „Wohngemeinschaft“ und zeigt, wie die Mitglieder einer WG voneinander profitieren können. Die jungen Leute haben endlich eine Bleibe und die älteren Menschen überwinden ihre Einsamkeit. Es gehört natürlich viel Optimismus dazu auf solch ein Wohnprojekt einzugehen, denn am Anfang steht die Frage, was alles passieren kann, wie und ob es weitergeht, wenn das Experiment misslingt? Der Film und mit ihm die Initiatoren des Filmnachmittags wollen Mut machen, wollen den Gedanken in die Wohnquartiere transportieren: Seniorensingles und ältere Paare, öffnet Eure großen Häuser und lasst junge Familien, Paare, Singles einziehen, bildet Wohngemeinschaften, von denen alle Beteiligte profitieren können!

Solche Wohngemeinschaften können helfen die allgemeine Wohnungsmisere zu entschärfen. Sie bieten gleichzeitig die Chance aktiv etwas gegen Vereinsamung zu tun. Es wird eine sehr sinnvolle Struktur neu geschaffen, die in der Vergangenheit auseinander gebrochen ist – die sog. 3-Generationen-Familie, hier nun neu in Form einer Wohngemeinschaft.

Die Naturfreunde und die Facheinrichtung für Menschen mit Schwerstbehinderung in Kettig gestalten seit Jahren ihren schon traditionellen, besinnlichen Adventsnachmittag stets mit besonderen, oft politisch brisanten Themen. Gerne bieten sie dem Quartiersmanagement der Verbandsgemeinde Weißenthurm und dem Dekanat Andernach im Treffpunkt Cafeteria der Förder- und Wohnstätte Kettig ein Forum, um mit dem sehenswerten Kinofilm und anschließendem Publikumsgespräch eine zukunftsweisende Idee gemeinsam in die Öffentlichkeit zu tragen.

Es sind alle Menschen eingeladen, die sich am Vortag zum 1. Advent mit der Vision einer zusammenwachsenden Wohnwelt verschiedenster Interessengruppen beschäftigen wollen. Anschauen kostet nichts! Ideen verändern die Welt! In der adventlich gestalteten Cafeteria können die Gäste des Nachmittags bei weihnachtlichem Gebäck, Kaffee, Tee, Glühwein und Punsch einen sicherlich hochinteressanten Nachmittag erleben. Aus Gründen der Platzplanung bitten die Organisatoren um eine Voranmeldung unter der Telefonnummer: 02637/9435-0 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.