Supermarkt soll nicht nur Kettiger versorgen

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Hier am Ortseingang von Kettig soll schon bald mit dem Bau eines längst überfälligen Lebensmittelmarktes begonnen und die Lücke in der Nahversorgung geschlossen werden.
Foto: Damian Morcinek

Investor will mit neuem Fachmarktzentrum 10 000 Kunden erreichen – Wann die Bagger rollen

Nicht mehr lange wird Kettig der einzige Ort in der Verbandsgemeinde Weißenthurm sein, dessen Einwohner die Einkäufe des täglichen Bedarfs nicht in einem eigenen Lebensmittelmarkt erledigen können. Gut 15 Jahre nach der Schließung des letzten Lebensmittelgeschäfts im Ortskern soll in Kettig noch in diesem Jahr der Bau eines Nahversorgers am Mittelweg (K 87) beginnen. Das teilt jetzt der Investor, die Deutsche Immobilien Gruppe mit Sitz in Düren, auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Voraussichtlich noch in diesem Herbst sollen die Bagger am Mittelweg rollen, heißt es vonseiten der DI, die nun gemeinsam mit der Ortsgemeinde einen weiteren Etappenerfolg für das neue Fachmarktzentrum verbuchen kann. Denn der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, den bisherigen Vorhabenplan durch einen angepassten Vorhabenplan zu ersetzen. Somit hat die Gemeinde jenem städtebaulichen Vertrag zugestimmt, der die Rahmenbedingungen für das geplante Nahversorgungszentrum regelt. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass dies einstimmig geschehen ist. Das stimmt uns zuversichtlich für das weitere Verfahren“, freut sich DI-Projektleiter Armin Elsen. Damit beginnt jetzt auch die frühzeitige Offenlegung der Planungsunterlagen, in der die Bürger, aber auch die Träger öffentlicher Belange Stellung zum Projekt nehmen können.

Auf gut 5600 Quadratmetern will die DI-Gruppe, mit der seit 2014 stillschweigend an den Plänen für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes gearbeitet wurde, einen knapp 1100 Quadratmeter großen Lebensmittelmarkt nach modernstem Standard am Mittelweg errichten. Hinzu kommt ein 135 Quadratmeter großes, eigenständiges Café mit anspruchsvollem und nachhaltigem Konzept, wie man es nur von wenigen Nahversorgern kennt, teilt die Deutsche Immobilien Gruppe mit. 70 Pkw-Stellplätze werden den Kunden am Fachmarktzentrum in Kettig zur Verfügung stehen.

Aus Sicht der Investorengruppe wird das Nahversorgungszentrum am nördlichen Ortseingang von Kettig von einem Kundenstamm profitieren können, der weit über die gut 3300 Einwohner der Gemeinde hinaus geht. Das Einzugsgebiet für den neuen Markt schätzen die DI-Einzelhandelsexperten auf 10 000 Einwohner. Darüber hinaus geht man davon aus, dass durch die Neuansiedelung insgesamt 40 Arbeitsplätze am Standort geschaffen werden können.

Quelle: RZ Koblenz und Region vom Mittwoch, 19. Juli 2017, Seite 19