Nahversorgung: Kettiger können bald endlich im eigenen Ort einkaufen

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Den Spaten beim symbolischen Akt zum Bau des Netto-Marktes gemeinsam mit Investoren und Lokalpolitikern zu schwingen ist für Ortsbürgermeister Peter Moskopp (Mitte) ein Leichtes – im Gegensatz zu der Arbeit, die er in den Jahren zuvor hatte, einen Lebensmittelmarkt nach Kettig zu holen.

Spatenstich So wichtig ist der neue Netto-Markt für die Gemeinde Kettig.

Seit nunmehr 15 Jahren muss die Ortsgemeinde Kettig auf eigene Nahversorgung verzichten. Doch: „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte jetzt Ortsbürgermeister Peter Moskopp beim symbolischen Spatenstich für den neuen Lebensmittelmarkt am Mittelweg.
Als der Spar-Markt 2004 seine Pforten schloss, war die 3400 Einwohner starke Ortsgemeinde auf auswärtige Lebensmittelversorgung angewiesen. Die Planungen, einen Lebensmittelmarkt in Kettig anzusiedeln, begannen im Jahr 2012, waren aber mit zahlreichen Rückschlägen verbunden. Als man sich 2017 schon quasi mit der Rewe Gruppe einig war, einen Penny nach Kettig zu holen, platzte das Vorhaben unerwartet, was letztendlich dazu führte, erneut auf Mietersuche zu gehen.
„Für Kettig ist es wahnsinnig wichtig einen solchen Lebensmittelmarkt hier zu etablieren, die Grundversorgung ist wieder gesichert, und für mich ist es eine Herzensangelegenheit das hier zu realisieren“, sagte Moskopp. Die Resonanz der Bürger fällt nach so langem Verzicht auf einen eigenen Lebensmittelmarkt entsprechend positiv aus: „Die Einwohner freuen sich riesig hier in Zukunft auf so einen tollen Nahversorger zählen zu können, den sie problemlos zu Fuß oder mit dem Rad erreichen können“, sagte der Ortschef.
Auf einer Fläche von 1247 Quadratmetern wird nicht nur der Supermarkt zu finden sein, die Bürger dürfen sich ebenfalls auf ein integriertes Café freuen, das in Kooperation mit der Bäckerei Geisen realisiert wird. Das Bauprojekt soll 45 neue Arbeitsplätze schaffen. Ein Umstand, der auch Peter Moskopp sehr am Herzen liegt. Die offizielle Markteröffnung soll im November stattfinden, bis dahin müssen die Kettiger ihre Einkäufe noch auswärts erledigen.

Quelle: RZ Koblenz und Region vom Samstag, 23. Juni 2018, Seite 26